Lange Tage und angenehme Nächte

1. November 2013

Gräberralley

Heute ist ja in Bayern Feiertag. Allerheiligen. Geht mich als evangelischen Ketzer in Bayern ja eher wenig an, aber ich bin da Wohnortbedingt ein Feiertagsschnorrer.

An diesem Tag rennen alle auf die Friedhöfe und gehen an die Gräber ihrer viel zu spät gestorbenen Verwandtschaft mit der Dicken Erbschaft früh gestorbenen Lieben Verwandtschaft.

Ohne zu googlen, behaupte ich jetzt einfach mal, der eigentlich Anlass dieser Sitte ist ja, den Toten zu gedenken und sie nicht zu vergessen oder zu ehren. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Ich wage aber zu behaupten, das die meisten hier am Land NUR zu den Friedhöfen gehen, damit es im Dorf kein Gerede gibt. Schließlich sind wir hier im hochkatholischen Bayern und da gehört sich das! Blabla. Zu dem Thema Gerede hab ich übrigens mal ein sehr schönes Bauern Theater gesehen “Ratsch und Tratsch”. Hat die ganze Sache treffend behandelt.

Also der Grundgedanke ist ja vielleicht nicht schlecht, aber wenn man einen Menschen zu seinen Lebzeiten wirklich gemocht hat dann vergisst man ihn doch nie oder? Also ich würde es nicht wollen das die Leute die sich an mich erinnern wollen ihre Zeit damit verschwenden irgendwo rumzustehen bei scheiß Wetter und Eises Kälte und so tun als ob sie an mich denken. Die Zeit im Leben is kurz genug als das man sie mit den Toten verschwenden sollte.

1 Kommentar:

  1. Wir haben das hier oben ja nicht... also den Feiertag... Und was das andere betrifft... Ich kann die wirklich lieben Verstorbenen immer besuchen... Von überall aus... Ich denke an sie und bin bei ihnen... Da brauch ich kein extra Tag oder was weiß ich für...
    Die böse Verwandtschaft... die interessiert eh keinen mehr... ;-)

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